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Bekleidung: Pelz

Intensivtierhaltung Bis zu 85 Prozent aller Felle für die Pelzindustrie stammen von Tieren, die in Gefangenschaft und bisweilen zu Tausenden auf Pelzfarmen gehalten werden. Obgleich China der weltweit größte Pelzexporteur ist und mehr als die Hälfte der für den europäischen Markt importierten Pelzbekleidung liefert, unterliegen die Pelzfarmen in diesem Land keinerlei Tierschutzbestimmungen oder Kontrollen. Es spielt keine Rolle, ob Tiere zur Pelzgewinnung in Europa, Asien oder Nordamerika gezüchtet und getötet werden – sie leiden überall unter den gleichen furchtbaren Lebensbedingungen und brutalen Schlachtmethoden.

Um möglichst billig zu produzieren, werden die Tiere zu Abertausenden in winzige, karge und verdreckte Drahtgitterboxen gepfercht, in denen sie sich kaum bewegen können. Sie sind gezwungen, ihr ganzes trauriges Leben in ihren eigenen Exkrementen auf den gleichen Beton-, Draht- oder Gitterböden zu verbringen und haben keinerlei Möglichkeit, ihren natürlichen, instinktiven Verhaltensweisen nachzugehen. Das Leben in dieser beengten Gefangenschaft ist insbesondere für Nerze ausgesprochen qualvoll, denn Nerze sind Einzelgänger, die in der Wildnis Feuchtbiotope von bis zu 10 km² bewohnen.

Die Qual und das Leiden, die das Leben im Käfig bei den Tieren auslöst, führen dazu, dass sich Füchse, Waschbären und andere Tiere selbst verstümmeln und sich Beißwunden an Haut, Schwänzen und Füßen zufügen. Sie werden zu Kannibalen, die ihre Artgenossen im Käfig und ihren Nachwuchs aufessen. Andere bewegen sich verzweifelt hin und her oder unaufhörlich im Kreis. Auch Kaninchen werden zu Abermillionen ihres Fleisches und Felles wegen auf Pelzfarmen gezüchtet und geschlachtet. Während Kaninchenpelz früher als „Abfallprodukt“ der Fleischproduktion galt, werden in der heutigen Pelzindustrie vorrangig die dickeren Felle älterer Tiere verarbeitet (Kaninchen, die zur Fleischproduktion gezüchtet werden, werden bereits im Alter von zwei bis drei Monaten getötet).

Laut Angaben der UN töten Länder wie Frankreich Jahr für Jahr bis zu 70 Millionen Kaninchen, um aus ihren Fellen Pelzbekleidung, Köder zum Fliegenfischen und Applikationen für Ziergegenstände zu fertigen. Bevor ihnen das Fell abgezogen wird, werden die Tiere aus ihren Käfigen gezerrt, auf den Boden geworfen und mit Knüppeln erschlagen. Verdeckte Ermittlungen in China haben ergeben, dass zahllose Tiere noch am Leben sind und sich verzweifelt wehren, wenn die Arbeiter sie auf den Rücken werfen oder sie an den Beinen oder am Schwanz aufhängen, um ihnen das Fell abzuziehen. Wenn sie beginnen, die Haut und das Fell vom Bein des Tieres zu schneiden, treten die Tiere wie wild um sich und winden sich vor Schmerz hin und her. Bei Tieren, die sich zu sehr wehren, stampfen die Arbeiter voller Wucht auf Hals und Kopf der Tiere, um sauber schneiden zu können. Nachdem das Fell schließlich über den Kopf des Tieres gezogen wurde, werfen die Arbeiter den gehäuteten Körper auf einen Haufen. Einige der Tiere sind zu diesem Zeitpunkt noch am Leben; sie keuchen schwer, ihre Augen blinzeln langsam. Bei manchen Tieren schlägt das Herz noch 5 bis 10 Minuten, nachdem ihnen die Haut abgezogen wurde.

Deutsche Pelzfarmen unterliegen zwar eine Pelztierhaltungsverordnung, dennoch sind die Betreiber solcher Anlagen ausschließlich daran interessiert, die Qualität des Felles zu schützen. Dieses geschieht allerdings nicht – wie häufig von der Pelzbranche behauptet – indem die Tiere besonders gut gehalten und getötet werden. Winzige Drahtkäfige sind Standard. Auch kommen grausame Tötungsmethoden zum Einsatz, die häufig nicht schnell genug wirken bzw. zum Tode führen. Manche Tiere sind bereits wieder bei Bewusstsein, wenn sie gehäutet werden. In anderen Ländern gehört auch noch die Tötung per Elektroschock zu den gängigen Methoden. Hierbei wird den Tieren eine Elektrode in den Mund und eine in den After eingeführt und an Strom angeschlossen. Die Tiere verbrennen quasi innerlich. Dieser äußerst schmerzvolle Todeskampf kann bis zu einigen Minuten dauern. Darüber hinaus wird hier und da auch noch der Genickbruch, vor allem bei Chinchillas angewandt.


Sehen Sie hier Aufnahmen von einer Pelzfarm in China:




Sehen Sie hier, wie Sie echten von unechtem Pelz unterscheiden können:



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